Wenn folgende Konstruktions- und Ausführungsregeln beachtet werden, werden Risse in
nichttragenden Wänden vermieden.
- Begrenzung der Deckendurchbiegung auf l/300 (l = Stützweite in Abhängigkeit vom
statischen System). Bei weitgespannten Decken sind zusätzliche konstruktive Maßnahmen
vorzusehen.
- Verringerung der Deckendurchbiegung durch Einhalten der erforderlichen Ausschalfristen
und fachlich richtige Nachbehandlung des Betons. Bei kurzen Ausschalfristen sind wirksame
Notstützen zu setzen. Bei Ziegeldecken treten durch vermindertes Kriechen und Schwinden
geringere Verformungen auf als bei vergleichbaren Betondecken.
- Nichttragende Wände möglichst spät aufmauern, damit Kriechen und Schwinden der
Stahlbetondecke vorher abklingen kann.
- Nichttragende Wände möglichst spät putzen.
- Ausreichend elastischen Mörtel als Mauermörtel verwenden, d. h. nicht fester als
statisch erforderlich, vorzugsweise Mörtelgruppe M5.
- Nach Möglichkeit die obere Abschlußfuge zwischen Wand und Decke erst beim Verputzen
der Wände schließen lassen.