| Der Baustoff Ziegel in der Architektur |
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Der Gesundheitssektor ist in den westlichen Industrieländern
seit Jahren eine Wachstumsbranche. Die Nachfrage nach Gesundheitsprodukten
und Gesundheits-dienstleistungen steigt. Gründe dafür sind u.
a. der wachsende Anteil älterer Men-schen, die Erkenntnisse der Medizin,
die laufend zur Entwicklung neuer diagnosti-scher und therapeutischer Methoden
führen, sowie die wachsende Bedeutung von Gesundheit als zentraler
gesellschaftlicher Wert. Die öffentliche Gesundheitsversorgung ist das Einsatzfeld der „traditionellen“, gesetz-lich geregelten Gesundheitsberufe. Aber auch die privaten Investitionen in „Gesund-heit“ nehmen zu. Fitnessstudios, Wellnesshotels, Kuranstalten, Produkte und Dienst-leistungen rund um gesunde Ernährung, Bewegung, Entspannung und Schönheit sind hoch aktuell. |
Das Interview wird geführt mit Herrn KR Vinzent Künig, Gründer der Hotelkette „Die Kurzentren“.
Der
Firmenname lautet „Die Kurzentren“, aber im Nachsatz verwenden Sie
in der Internetbeschreibung gleich den Begriff „Gesundheitshotels“.
Ist der Begriff Kuran-stalt oder Kurzentrum (zu) altmodisch?
In letzter Zeit ist der Begriff „Kur“ mit einem negativen Image
behaftet. In Verbindung mit unseren Gesundheitshotels „Die Kurzentren„
erhält er aber einen ganz neuen Glanz, denn die 4-Sterne-Plus Hotels bieten
neben den herkömmlichen kurärztlichen Therapien sämtliche Facetten
der modernen Medizin bis hin zu den neuesten Well-nessangeboten. Um Interessenten
die Zweifel eines „altbackenen“ Kuraufenthalts zu nehmen, verwenden
wir gerne den Zusatz „4-Sterne-Plus Gesundheitshotel“ in Ver-bindung
mit unserem Markennamen „Kurzentrum“ um Unklarheiten zu verhindern
und die tatsächliche Qualität unseres Angebots objektiv darstellen
zu können.
Welche wesentlichen Bestandteile umfasst das Konzept ihrer Kurzentren?
Ein jeweils ortsgebundenes natürliches Heilmittel kombiniert mit einem
unerschöpfli-chen Therapieangebot und einer immer nach den letzten medizinischen
Erkenntnis-sen ausgestatteten Therapieabteilung garantiert den medizinischen
Erfolg. So wer-den in jedem Kurzentrum über 100 verschiedene Therapien
angeboten um den Kur-gästen eine möglichst umfangreiche Betreuung
zur Verbesserung Ihrer Gesundheit bzw. Linderung von Schmerzen angedeihen zu
lassen. Besonderer Wert wird in die-sem Zusammenhang auch auf die Ausbildung
unserer Mitarbeiter, die ruhige Lage der Kurzentren und auf eine familiäre
Wohlfühlatmosphäre gelegt. Dieses Gefühl von Geborgenheit wird
durch eine jeweils intakte umliegende Naturlandschaft noch ver-stärkt.
Eine erstklassige Küche inklusive verschiedener Diätangebote (z.B.
F.X. Mayr-Kur) und ein umfangreiches Rahmenprogramm runden das Konzept ab.
Sie haben die Ortsgebundenheit des Heilwassers angesprochen. Jedes Heilwasser
hat seine typischen Indikationen. Wird mit dem Objekt, mit der Architektur auf
das Wasser eingegangen oder ist die Art Ihres Angebots, Ihrer Leistung typisch
für die Architektur der Häuser oder gibt es andere/weitere Gründe
für die Architektur?
Die freundliche Architektur mit warmen Farben unserer Kurhotels repräsentiert
den im inneren gelebten Wohlfühl- und Verwöhncharakter nach außen.
Darüber hinaus vermittelt jedes einzelne Haus seinen eigenen Charme der
verstärkt durch eine Symbiose mit den natürlichen Landschaften und
der ortsansässigen Bevölkerung einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen
wird.
Klinker ist recht prägnant im Erscheinungsbild vertreten. Wie sind Sie
zum Klinker gekommen?
Über die Firma Wienerberger sind wir zu den frostsicheren Klinkersteinen
gekommen und gestalten die Zufahrten sowie die Gehwege mit Klinkern aus. Dieses
Konzept der Wegegestaltung gehört seit Jahren zur Grundausstattung eines
jeden Kurzent-rums.
In welchen Bereichen wird Klinker bei den sechs „Kurzentren“
verwendet?
In unserem Konzept kommt ausschließlich der Landhausklinker Rau in den
Farben: rot, rotbunt gemischt und mit hellrot kombiniert zum Einsatz. Die Klinker
zieren das Wegenetz durch die Grünflächen sowie die Eingangsbereiche
der einzelnen Anla-gen. Für die Parkplätze werden Lochklinker verwendet,
um eine optimale Versicke-rung vor Ort zu gewährleisten.
Die Klinker wurden alle knirsch verlegt, um keine Verschiebungen zu bekommen,
die dadurch möglicherweise entstehenden Kantenabplatzungen werden in Kauf
genom-men.
Gibt es „besondere“ Besonderheiten im Bereich der Verwendung?
Eine Besonderheit ist die Ausführung von Wasserläufen mit Klinker
für Regenwasser und Verbindungen einzelner Wasserbecken im Kurzentrum „Landsknechte“,
Haus zur Quelle, in Bad Schönau.
Wie bewährt sich der Klinker nach ihrer Erfahrung? Seit wie vielen Jahren
ist der Klinker schon im Einsatz?
Wir haben den Klinker schon seit über 12 Jahre ohne jegliche Reparaturen
im Ein-satz und werden auch weiterhin auf dieses Naturprodukt setzen, dass ideal
mit den natürlichen Formen unserer Architektur harmonisiert.
Haben Sie für den Leser ein Schlusswort?
Der Begriff Kur steht heutzutage nicht mehr ausschließlich für den
medizinischen Aspekt sondern vielmehr für das ganzheitliche Wohlbefinden
für Körper, Geist und Seele. Wir versuchen diese Ganzheitlichkeit
durch natürliche Formen und Produkte zu unterstreichen und würden
uns freuen neben den „Klinker auf Kur“ demnächst auch Sie in
einem unserer Häuser begrüßen zu dürfen.
Vielen Dank Herr KR Künig für das interessante Gespräch mit dem Verband Öster-reichischer Ziegelwerke.