| Umweltschutz bei Rohstoffgewinnung und Produktion |
Im Bereich des Abbaues des Rohstoffes Ton, sowie bei seiner Verarbeitung zum fertigen Produkt Ziegel, sind insbesondere 3 Aspekte für den Umweltschutz von Interesse:
Tongrube
Derzeit sind 3 Arten der Nachnutzung von Tongruben üblich, die als ökologisch sinnvoll
angesehen werden können:
Energieverbrauch
Zum Primärenergieverbrauch bei der Produktion liegen eine Reihe von
wissenschaftlichen Untersuchungen vor, die zeigen, dass Wände aus Ziegel im Vergleich mit
anderen Bauweisen einen sehr günstigen Energieverbrauch aufweisen. Hierbei wird nicht nur
der Stromverbrauch, der Öl- oder Gasverbrauch für das Trocknen und Brennen der Ziegel
und der Treibstoffverbrauch für Fahrzeuge im Ziegelwerk berücksichtigt, sondern sogar
der Heizwert der Porosierungsmittel (wie z.B. Sägespäne), die den Wärmeschutz des
Ziegels verbessern. Selbstverständlich muss bei solchen Vergleichen darauf geachtet
werden, dass man Wandkonstruktionen mit gleichem Wärmeschutz (U-Wert) gegenüberstellt.
Interessant ist hierbei, dass die heutigen günstigen Werte durch eine rasante
Technologieentwicklung im Bereich der Ziegelproduktion in den letzten Jahren erreicht
wurden.
Schadstoffemission
Bei der Erzeugung von Ziegeln werden als Schadstoffe hauptsächlich Staub und Gase, wie
z.B. SO2, SO3, HF, NOx, CO, CO2 und organische
Kohlenstoffverbindungen emittiert. Die tatsächliche Zusammensetzung der Abgase hängt vom
verwendeten Rohstoff, den verwendeten Porosierungsmitteln und der Betriebsart des Ofens
ab. Zur Reduzierung dieser Schadstoffe unterscheidet man zwischen:
Sowohl in der TA-Luft als auch in der ÖNORM M 9468 sowie in einer auf dem Luftreinhaltegesetz basierenden Verordnung sind Grenzwerte für alle Schadstoffe definiert, die in allen österreichischen Ziegelwerken unterschritten werden.
Ein großer Vorteil des Ziegels ist, dass bei seiner Produktion keinerlei Verunreinigungen des Bodens oder des Wassers entstehen können.