Eigene Forschungsberichte (VÖZ, DACH)
- Enhanced Safety and Efficient Construction of Masonry Structures in Europe (ESECMaSE)Collective Research Project, 6th Framework Program, Juni 2008
Von März 2004 bis Juni 2008 wurde von 26 Partnern aus sieben europäischen Ländern ein umfangreiches europäisches Forschungsprojekt ESECMaSE – „Enhanced Safety and Efficient Construction of Masonry Structures in Europe“ bearbeitet, dessen nun vorliegende Ergebnisse neue Erkenntnisse zum Verhalten von Mauerwerk unter zyklischen Horizontallasten ermöglicht. Dieses Projekt wurde im Zuge des 6. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union zur Förderung der Forschung von klein- und mittelständischen Unternehmen mitfinanziert und ist – den Förderungsrichtlinien entsprechend – aus Industrieverbänden, klein- bzw. mittelständischen Unternehmen und Forschungsstellen zusammensetzt.
Ausführliche Informationen finden Sie im Kapitel Technik, Bereich Erdbeben, Punkt ESECMaSE. Hier finden Sie aus einer Vortragsreihe Mitte 2008, einen ausführlichen Foliensatz mit über 400 Folien.
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- Energiesparpotential durch wärmespeicheroptimierte Ziegel, Jänner 2008
In dieser von der technischen Universität Graz (Labor für Bauphysik) durchgeführten Machbarkeits-Studie wurde folgender Ansatz überprüft:
Wärmespeichernde Wandaufbauten haben bei bestimmten Klimabedingungen aus Sicht der Behaglichkeit Vorteile durch einen mit der Wärmespeicherfähigkeit verbundenen Ausgleich der Empfindungstemperatur. In der Feasability Studie sollte nun untersucht werden, ob es möglich ist, den Effekt der Wärmespeicherung (theoretisch der instationären thermischen Kennwerte) von Ziegelkonstruktionen auf die Behaglichkeit in Berechnungsmodellen sichtbar zu machen und damit nicht nur die verbesserte Behaglichkeit, sondern auch eine eventuelle eine Energieeinsparung sichtbar werden zu lassen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass entsprechende Potentiale sich insbesondere in folgenden Punkten ergeben:
Sommerlicher Wärmeschutz: höhere Kategorie Behaglichkeit
Klimawandel: Vermeidung zusätzlicher Kühlenergie
Potenzial ist dabei auch in einer Optimierung des Ziegels selbst vorhanden, wobei die verbesserten Kennwerte nach einer Validierung der theoretischen Simulationsansätze für homogenisierte Ersatzmodelle in die Planungsunterlagen eingearbeitet werden sollten. Eine Optimierung des Hochlochziegels wäre zB durch entsprechende Adaptierung des Lochbildes und der Scherbenrohdichte, aber auch durch funktionsadaptierte Befüllung der Hohlräume in optimierten Hochlochziegeln denkbar, wobei damit auch Vorteile für den Schallschutz bzw. die Schall-Längsdämmung lukriert werden könnten.
- Produktdeklaration für Hochlochziegel, November 2007
Diese Forschungsarbeit von Ao. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Klaus Krec ist in gewissem Sinn ein Fortsetzung seiner Forschungsarbeit aus 2006.
Die Wärmespeicherfähigkeit von Baukomponenten und Baukonstruktionen gewinnt vor dem Hintergrund des derzeit ablaufenden Klimawandels, der aus bauphysikalischer Sicht zunehmend den Fokus vom winterlichen zum sommerlichen thermischen Gebäudeverhalten verschiebt, zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklung verlangt u. a. nach physikalisch fundierten Grundlagen für die Erfassung des Wärmespeichervermögens inhomogener Baukonstruktionen.
In dieser Forschungsarbeit wird für den Spezialfall von Mauerwerk aus Hochlochziegeln die Problematik der Wärmespeicherfähigkeit von inhomogen aufgebauten Wänden eingehend behandelt und ein Weg gesucht, das thermische Verhalten (stationär, instationär) solcher Wände mittels thermisch eindimensionaler Ersatzmodelle möglichst gut zu beschreiben. Da die verwendeten Methoden auf der Wärmeleitungsgleichung und damit auf einer gut abgesicherten, allgemein gültigen Grundlage der bauphysikalischen Wärmelehre basieren, sind die Ergebnisse dieser Arbeit nicht nur auf Hochlochziegelmauerwerk sondern auch auf beliebige andere inhomogene Wandaufbauten anwendbar.
- 2. Aktualisierung Ökobilanz Ziegel (Österreich), Mai 2007
Bereits 1996 wurde durch die Kanzlei Dr. Bruck die vielbeachtete D-A-CH Ökobilanz Ziegel
veröffentlicht. Gegenstand der aktuellen Studie des IBO (Österreichisches Institut für Baubiologie
und – ökologie GmbH) ist die Aktualisierung der D-A-CH Ökobilanz Ziegel mit aktuell zur Verfügung
stehenden Daten hinsichtlich Energiebedarf, Rohstoffeinsatz, Porosierungsmittel und CO2-Emissionen.
Die Aufwände zur Herstellung eines durchschnittlichen Hintermauerziegel sollten mit den Indikatoren
"Primärenergieinhalt", "Versauerungspotential", "Treibhauspotential" und "ÖkoIndex 3" neu berechnet
werden und Eingang in die IBO-Baustoffdatenbank finden.
- Bericht zur Klassifizierung des Feuerwiderstandes nichttragender Hochlochziegelwände in einem Dickenbereich von 65 mm bis 120 mm, Oktober 2006
Mit diesem Bericht des IBS – Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung G.m.b.H., können nichttragende Ziegel zwischen 65 mm und 120 mm Wanddicke, unter Kenntnis der Rohdichte, der Putzoberflächen – einseitig, zweiseitig oder unverputzt für den im Bericht angegebenen Anwendungsbereich mit EI 30 bis EI 180 eingestuft werden.
Eine Tabelle der Zusammenfassung und einen Auszug des Berichts (mit Downloadmöglichkeit) finden Sie im Kapitel Brandschutz
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- Bewertung der Sommertauglichkeit von Gebäuden, Juni 2006
Diese Forschungsarbeit von Ao. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Klaus Krec, wurde vor dem Hintergrund von Prognosen erstellt, welche ein überdurchschnittliches Wachstum des Energieverbrauchs im Bereich der Gebäudekühlung prognostizieren (mehr Energieverbrauch im Sommer als in der Heizperiode im Winter möglich). Zusätzlich werden die heißen Sommerperioden laut Prognosemodellen stark zunehmen (in der Planung ist schon jetzt darauf zu reagieren). Zur Bewusstseinsbildung könnte die Darstellung der Einstufung der Sommertauglichkeit im Energieausweis für Wohngebäude dienen.
Eine Zusammenfassung der Forschungsarbeit lautet:
Die Einführung von Güteklassen für die Bewertung des sommerlichen Verhaltens von Räumen und Gebäuden ist sinnvoll und in Hinblick auf die Verhinderung eines starken Anstiegs des Kühlenergiebedarfs dringend notwendig.
Das Heranziehen des maximal möglichen Tagesmittelwerts der Außenlufttemperatur, bei dem normgemäßes Raumverhalten noch gegeben ist, als Kriterium für eine Einteilung in Güteklassen führt auf eine praktikable und einfach zu durchschauende Vorgangsweise.
Der Überschuss an immissionsflächenbezogener speicherwirksamer Masse kann bei Verwendung des vereinfachten Verfahrens als Kriterium für die Einteilung in Güte-klassen herangezogen werden.
Der Umstieg von der derzeit praktizierten "ja/nein" – Entscheidung auf eine Einstufung in Güteklassen für das thermische Sommerverhalten ist sowohl bei Verwendung des vereinfachten Verfahrens als auch bei Heranziehung der Mittel der thermischen Gebäudesimulation ohne nennenswerten Aufwand und damit jederzeit möglich.
Download Kurzfassung
- Wärmebrückenkatalog für Niedrigenergiehäuser, 2006
Diese Planungshilfe für Details im NEH (Niedrigenergiehaus) in Ziegelbauweise wurde von Wienerberger Österreich, den Massivwerthaus-Partnern, der Zertifizierung Bau und dem Bauphysiker Dipl.-Ing. Dieter Kath und Dipl.-Ing. Dr. Roland Müller gemeinsam erstellt. Sie umfasst gerechnete Lösungsvorschläge für monolithische, zweischalige und zusatzgedämmte Ziegel-Wandkonstruktionen.
- Passivhaus- und Niedrigstenergiegebäude in Ziegel-Massivbauweise - ein ökologischer Vergleich zu anderen Bauweisen, Oktober 2005
Der ökologische Vergleich eines mehrgeschossigen Passivhauses in 3 unterschiedlichen Bauweisen: Variante "Massiv Stahlbeton konventionell", Variante "Mischbau teilweise nachwachsend" und Variante "Leichtbauweise nachwachsend" die in den Orginalpublikationen [HDZ Ökoinform 2003] beschrieben sind, wurde um weitere Bauweisen für dasselbe Gebäude erweitert: 5 verschiedene Varianten "Ziegelbauweisen", 1 Variante "Lehmziegel", 1 Variante "Leichtbauweise konventionell"
Zur ökologischen Bewertung wurden 3 ökologische Kennwerte Primärenergiebedarf nicht erneuerbar, Treibhauspotential und Versauerungspotential herangezogen. Andere ökologische, toxikologische, bauphysikalische und Komfortaspekte wurden wie in der Orginalpublikation nicht betrachtet.
Originalzitate aus den Ergebnissen:
Auch bei der Betrachtung der 3 gewählten ökologischen Kennzahlen über den gesamten Lebenszyklus inklusive Beheizung (ohne Berücksichtigung von Rückbau und Entsorgung) weisen die ökologisch optimierten Gebäude wie Leichtbau nachwachsend sowie ökologisch optimierte Ziegel- und Lehmziegelbauweise äußerst geringe Belastungen auf.
Die konventionell errichteten Massivbauvarianten weisen die höchsten Belastungen auf. Mischbauweise teilweise nachwachsend liegt mit den Belastungen dazwischen. Die Leichtbauweise mit konventionellen Baustoffen weist nur für das Treibhauspotential niedrige Kennwerte auf. Es sei darauf hingewiesen, dass in dieser Untersuchung beim Vergleich der Bauweisen eine Reihe von ökologischen Kennwerten wie human- und ökotoxikologische Aspekte, Rückbau, Recycling und Beseitigung, etc. nicht berücksichtigt wurden. Ebenso wenig werden - abgesehen vom Wärmeschutz der Außenbauteile - Unterschiede in den bauphysikalischen Eigenschaften der Gebäude wie Schallschutz, Brandschutz, Feuchteverhalten oder Sommerverhalten betrachtet. Damit bietet die hier vorgelegte Arbeit nur einen Ausschnitt einer umfassenden ökologischen Analyse.
- Enhanced Safety and Efficient Construction of Masonry Structures in Europe (ESECMaSE)Collective Research Project, 6th Framework Program, Start März 2004
Dieses im 6.Rahmenprogramm der EU geförderte Forschungsprojekt zum Thema Erdbebensicherheit von Mauerwerk wurde im Juni 2004 gestartet. An dem Projekt sind 7 Verbandsorganisationen, 8 Klein- und Mittelbetriebe und 11 Forschungsstellen beteiligt. Aus Österreich sind der VÖZ, das Ziegelwerk Pexider, das Zivilingenieurbüro Dr. Anton Pech und der Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke Projektpartner. Koordiniert wird das Projekt durch die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau in Bonn.
- Thermisch optimierter Einsatz von Ziegel in Passivhäusern Johannes Stockinger, Donau-Universität Krems, April 2004
Diese Studie wurde von WB Ö beauftragt. Die wesentlichste Erkenntnis der Arbeit bezieht sich auf die Wärmespeicherfähigkeit. Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass massive Wandaufbauten zum einen das Sommerverhalten von Passivhäusern positiv beeinflussen und geeignet sind, Überwärmungsneigungen aufgrund von Fehlverhalten der Nutzer oder technischen Pannen wirksam zu begegnen. Zum anderen führt die bei Massivbauweisen auftretende erhöhte Wärmespeicherfähigkeit der Wandaufbauten bei kurzzeitigen Störungen im Winter zu keinen dramatischen Effekten in Hinblick auf Komfort und Heizwärmebedarf. Aufgrund der Ergebnisse der durchgeführten rechnerischen Untersuchungen kann davon ausgegangen werden, dass eine Weiterentwicklung von Ziegelbauweisen zu passivhaustauglichen Bausystemen lohnend ist.
- Passivhaus in zweischaliger Ziegelbauweise, TU Wien, März 2004
Diese Diplomarbeit von Martin Krapfenbauer wurde von Wienerberger Österreich beauftragt (Betreuung: Arch. Martin Treberspurg) und thematisiert das Passivhaus in zweischaliger Ziegelbauweise anhand eines konkreten Entwurfes für ein Einfamilienhaus. Sämtliche Details wurden auf ihre Wärmebrückenwirkung untersucht und die Energiekennzahl des Gebäudes nach PHPP (Passivhaus Planungspaket des Passivhausinstitutes in Darmstadt) berechnet.
- Wärmebrückenkatalog für Passivhäuser, Version 2/ 2004
Diese Planungshilfe für Details im PH (Passivhaus) in Ziegelbauweise wurde von Wienerberger Österreich, den Massivwerthaus-Partnern und Hrn. BM Ing. Karl Macho gemeinsam erstellt. Sie konzentriert sich auf Details für zusatzgedämmte Ziegelwände und benachbarte Bauteile.
- Energiekennzahlen und Wohnbauförderungen im Bundesländervergleich Dipl.-Ing. Norbert Prommer, VÖZ, Jänner 2004
In einer VÖZ - internen Studie wurde ein Einfamilienhaus auf eine fiktive Reise durch Österreich geschickt und es wurde gemäß der in den einzelnen Bundesländern geltenden Wohnbauförderungsrichtlinien jeweils die Energiekennzahl, die die Grundlage für die Bemessung der Wohnbaufördermittel darstellt, errechnet. Weiters wurden auch am Beispiel einer Modellfamilie die tatsächlich zustehenden Förderbeträge ermittelt. Die Ergebnisse zeigen eine breite Streuung – nicht nur der Geldbeträge, sondern auch der EKZ’s, was sachlich-technisch nicht plausibel ist. Die Ergebnisse wurden in Form eines VÖZ-News(Info)letters veröffentlicht und sind bereits auf großes Interesse seitens der Verantwortlichen in den Ländern gestoßen.
- Schallmessungen BTI Linz, Dipl.-Ing. Harald Mayr, Linz, 2003
Im Auftrag des OÖ-Sbg. ZV sowie mit Beteiligung weiterer österreichischer Ziegelwerke wurden am BTI Linz eine Reihe von Schallmessungen an Wänden aus Hochlochziegeln durchgeführt, im Jahr 2003 wurde darüber ein Schlussbericht vorgelegt. Ziel der Versuche war es, Möglichkeiten der Minimierung der Schall-Längsleitung und Flankenübertragung aufzuzeigen. Es zeigte sich, dass eine deutlich messbare Beeinflussung der Schall-Längsleitung mit einfachen Veränderungen bei der Ausführung des Wand-Decken-Knotens erreichbar ist. Ausgehend von sehr ungünstigen Ausgangswerten sind Verbesserungen von bis zu 4 dB möglich.
- Ziegel dämpfen Elektrosmog Dipl.-Ing. Norbert Prommer, VÖZ, November 2003
In einer VÖZ internen Studie, die auch als Newsletter veröffentlicht wurde, wurden Erkenntnisse aus Forschungsprojekten in der Schweiz sowie an der Deutschen Bundeswehr-Universität zum Thema Elektrosmog zusammen-gefasst. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Vorteil von Ziegelwänden in Bezug auf die Dämpfung von hochfrequenter Strahlung (wie z. B. Handystrahlen) im Vergleich mit anderen Bauweisen.
- Brandschutz Bau!Massiv! Univ. Prof. DDr. Ulrich Schneider et al, TU, Wien, Juni 2003
Dieses groß angelegte Bau!Massiv! Forschungsprojekt an der TU Wien, Univ. Prof. DDr. Ulrich Schneider wurde im Jahr 2003 abgeschlossen und in Form einer Broschüre veröffentlicht. Die umfangreichen Ergebnisse dokumentieren die Vorteile der Massivbauweise in Bezug auf den Brandschutz und die Risiken, die sich durch die Lockerung der österreichischen Bauvorschriften im Bereich des Brandschutzes ergeben. Der Massivbau kann im Brandfall konstruktive Reserven nutzen, die das Bauwerk bietet, und damit das Verhalten bei Bränden günstig beeinflussen. Zudem können Schwachstellen leicht vermieden bzw. ausgeglichen werden.
- Vergleichende TQ-Bewertung unterschiedlicher Außenwandkonstruktionen Dr. Manfred Bruck, Wien, März 2003
Im Rahmen der D-A-CH-Kooperation wurde von Dr. Manfred Bruck im Jahr 2003 die TQ (Total Quality) Bewertung unterschiedlicher Außenwandkonstruktionen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Bauweise der Außenwände nur in einigen wenigen TQ-Kriterien auf die Bewertungsergebnisse auswirkt und sich daher im Gesamtergebnis nur mit einigen Zehntel-Punkten niederschlägt. Betrachtet man jedoch diese Kriterien im Detail, so ergeben sich beträchtliche Unterschiede. Insgesamt schneiden unter allen betrachteten Bauweisen das Ziegel-Zweischalenmauerwerk und die monolithische Ziegelwand am besten ab.
- Verkaufbarkeit von Wohnungen in Abhängigkeit von der Bauweise Univ. Prof. Dr. Manfred Schweiger, Doz. Dr. Wolfgang Mayerhofer, Karin Heinrich, WU, Wien, Juni 2001
Im Rahmen einer an der WU Wien, Abteilung Werbewirtschaft und Marktforschung (Univ. Prof. Dr. Manfred Schweiger) durchgeführten Diplomarbeit wurde die Frage des Einflusses der Bauweise auf die Verkaufbarkeit von Wohnungen untersucht. Die Autorin Karin Heinrich kommt darin zu der Erkenntnis, dass die Ziegel-Massivbauweise ein gutes Verkaufsargument darstellt, die Erwähnung alternativer Bauweisen jedoch zu einer Schlechterbewertung der Wohnungsanzeigen führt und damit für den Bauträger kontraproduktiv ist.
- Die Wertschöpfung der Massivbauweise im Wohnbau über die Periode 1989 bis 2005 Univ. Prof. Dr. Friedrich Schneider, Johannes Kepler Universität, Linz, September 2000
Diese von Bau!Massiv! im Jahr 2000 beauftragte und von Univ. Prof. Dr. Friedrich Schneider an der Johannes Kepler Universität in Linz durchgeführte Studie zeigt die große volkswirtschaftliche Bedeutung des Wohnbaues in Österreich. In verschiedenen Szenarien wird dargestellt, welche negativen volkswirtschaftlichen Auswirkungen ein Rückgang der Wohnbautätigkeit nach sich ziehen würde.
- Green Building Challenge Dr. Manfred Bruck, Wien, April 2000
Dieser von der DACH Gruppe (Deutschland, Österreich, Schweiz) erstellte Bericht beschäftigt sich mit der Anwendung des GBC (Green Building Challenge) Bewertungsrahmens auf Gebäude in Ziegelbauweise. Das GBC-Bewertungssystem soll dazu dienen, die gesamtheitliche Qualität (Total Quality) von Gebäuden zu beurteilen. D.h. mit Hilfe des vorliegenden Berichtes soll es einem Bauherren ermöglicht werden, ein Ziegel-Gebäude so zu entwerfen, dass es bei der Anwendung des GBC-Bewertungssystemes eine optimale Beurteilung erhält. Darüber hinaus enthält das Handbuch zahlreiche Tabellen mit Ökofaktoren aller wichtigen Baustoffe, Energieträger und Transportdienstleistungen sowie gängigen Computerprogrammen aus dem DACH-Raum in den Bereichen Wärmebrückenberechnung und Heizwärmebedarf.
Die Publikation ist vergriffen, aber als Download unter GBC-Ziegelhandbuch verfügbar
- Messung und Berechnung der Wärmeleitfähigkeit von Ziegelmauerwerk, Vergleich Messen-RechnenDipl.-Ing. Andreas Erker/BTI-Bautechnisches Institut, Linz, Jänner 1999
In Fortsetzung des obigen Projektes wurde am BTI – wiederum im Auftrag von DACH – versucht, die Messung der Scherbenleitfähigkeit nach einem neuartigen französischen Verfahren durchzuführen und so auch bei sehr feingliedrigen Ziegeln zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Die Resultate sind sehr befriedigend, die Übereinstimmung mit Wandmessergebnissen ist ausgezeichnet. Es steht damit nun ein wesentlich einfacheres, rascheres und damit billigeres Verfahren zur Ermittlung der Wärmedämmeigenschaften von Ziegeln zur Verfügung.
- Ermittlung des Trocknungsverhaltens unterschiedlicher Mauersteine unter LaborbedingungenDipl.-Ing. Andreas Erker/BTI-Bautechnisches Institut, Linz, Juli 1998
Im Rahmen dieses Projektes wurde das Trocknungsverhalten von acht unterschiedlichen Mauersteinen aus verschiedenen Materialien unter Laborbedingungen untersucht. Die rascheste Austrocknung zeigten hierbei porosierte Ziegel.
- Einfluss der Bauweise auf die Bewertung von WohngebäudenProf. Dr.-Ing. Armin Ohler, Buxtehude, Juni 1998
Diese DACH-Studie beschäftigt sich mit dem Einfluss der Bauweise – massiver Mauerwerksbau bzw. Holzständerbau – auf die Wertermittlung von Gebäuden durch Sachverständige. Das Ergebnis zeigt eindeutig, dass Häuser in massiver Ziegelbauweise eine höhere Gesamtnutzungsdauer und im Zeitablauf einen stetig steigenden Mehrwert gegenüber Häusern in Holz-Leichtbauweise aufweisen.
- Verformung von Hochlochziegel Mauerknoten infolge von zentrischen und exzentrischen Teilflächenbelastungen Dipl.-Ing. F. Zamolyi/BTI-Bautechnisches Institut, Linz, Oktober 1997
Als Vorleistung für die Neubearbeitung der ÖNORM B 3350 (Tragende Wände – Bemessung und Konstruktion) sowie für die Erarbeitung einer qualifizierten österreichischen Stellungnahme zum Eurocode 6 wurden am BTI Versuche an Mauerwerkspfeilern durchgeführt. Die Ergebnisse sind mittlerweile in die Neufassung der ÖNORM eingeflossen.
- Sorptionsfeuchteverhalten von österreichischen Hochlochziegeln Untersuchungsbericht der MA 39 der Stadt Wien, Juni 1997
An 17 unterschiedlichen Ziegeln von verschiedenen österreichischen Herstellern wurde die Sorptionsfeuchte (Gleichgewichtsfeuchte) unter Laborbedingungen untersucht. Die Ergebnisse haben gezeigt, dass alle Werte unter 0,7 Vol.% lagen, daher wurde mittlerweile der Normwert für den baupraktischen Feuchtegehalt (ÖNORM B 6015-2 bzw. B 3200) auf 0,7 Vol.% gesenkt.
- Mauerwerksfestigkeit von RILEM-Prüfkörpern Untersuchungsbericht der Magistratsabteilung 39 der Stadt Wien, Februar 1997
Im Rahmen eines umfassenden Prüfprogramms wurden die aus den gemessenen Komponentenfestigkeiten (Ziegel, Leca-Mörtel) gemäß ÖNORM
B 3350 berechneten Mauerwerksfestigkeiten den direkt an RILEM - Prüfkörpern gemessenen Festigkeiten gegenübergestellt. Die Ergebnisse sind mittlerweile in eine Überarbeitung der ÖNORM B 3350 eingeflossen.
- Bestimmung der Wärmeleitfähigkeit von Ziegelmauerwerk, Vergleich Messen-Rechnen FIW-Forschungsinstitut für Wärmeschutz, München, September 1996
In diesem DACH-Bericht wurde ein neuartiges Verfahren zur Bestimmung der Wärmedämmeigenschaften von Ziegeln (Messung der Scherbenleitfähigkeit an dünnen, aus den Ziegeln herausgeschnittenen Platten und Berechnung mit numerischen Computerprogrammen) den Ergebnissen traditioneller Wandmessungen gegenübergestellt. Die Übereinstimmung war in vielen Fällen sehr gut, in einigen Fällen (bei sehr dünnen Stegen) jedoch unbefriedigend.
- Dilatation von Hohlziegeln unter dem Einfluss von Nässe und Temperatur IBK-Ingenieurbüro Dr. Kretzschmar, Nürnberg, August 1996
An 15 unterschiedlichen Leicht-Hochlochziegeln österreichischer Hersteller wurde die Verformung unter dem Einfluss von Nässe und Temperatur gemessen. Die dabei festgestellten Dehnungen liegen weit unter den – insbesondere im Hinblick auf das mögliche Auftreten von Putzrissen – als kritisch angesehenen Verformungen. Damit wurde schlüssig bewiesen, dass Feuchte- oder Temperaturdehnung, jedenfalls für österreichische Ziegel, nicht die Ursache von Putzrissen sein kann.
- Schaumziegel als Dämmstoff Dr.-Ing. Karsten Junge, IZF-Institut für Ziegelforschung e.V., Essen, Juli 1996
Im Auftrag der drei Ziegelverbände Deutschlands, Österreichs und der Schweiz wurde vom IZF die Eignung sogenannter Schaumziegel – durch Schaumbildner höchstporosierte Ziegel mit einer Rohdichte von ca. 300 kg/m3 und einer Wärmeleitfähigkeit von ca. 0,06 W/mK – für eine Verwendung als Wärmedämmstoff untersucht. Die Ergebnisse sind sehr positiv, grundsätzlich sind derartige Schaumkeramikplatten sowohl als Kerndämmung in zweischaligen Wänden als auch für Wärmedämmverbundsysteme einsetzbar.
- Ökobilanz Ziegel – DACH-Bericht Österreich Dr. Manfred Bruck, Wien, März 1996
In diesem, gemeinsam von den drei Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz erarbeiteten, Forschungsbericht wurde auf der Grundlage von Werksanalysen in 12 Ziegelwerken eine Ökobilanz für Ziegel erstellt; darauf aufbauend wurden ökologische und ökonomische Lebenszyklusberech-nungen von Ziegelwandkonstruktionen durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass insbesondere einschalige (monolithische) und zweischalige Ziegelwände hervorragend abschneiden.
Publikation Informatiron/Bestellung
- Qualitäts- und Umweltmanagement, Grundlagen und Musterhandbuch Dr. Manfred Bruck und Sabine Gasser, Wien, 1996
In Fortführung der Arbeiten im Rahmen des Forschungsprojektes DACH-Ökobilanz wurde von Dr. Bruck ein Musterhandbuch für die Einführung von Qualitäts- bzw. Umweltmanagementsystemen erarbeitet.
- 2. Österreichischer Mauerwerksfachtag 1996Tagungsband mit drei Fachbeiträgen:
- Der optimale Wärmeschutz und seine ökonomischen und ökologischen Effizienzkriterien – a. o. Univ.-Prof. Dr. Viktor Stehno, Wien
- Detailkonstruktionen und Rissevermeidung im Mauerwerksbau – Prof. Dr.-Ing. Armin Ohler, Buxtehude
- Trends im Hochbau – eine kritische Betrachtung – o. Univ.-Prof. Dr. Horst Gamerith, TU Graz
- Zusatzstoffe in der Ziegelindustrie Dr.-Ing. Karsten Junge und Dr. Dieter Hauck, IZF-Institut für Ziegelforschung e.V., Essen, Jänner 1996
In diesem DACH-Projekt wurde eine Liste jener möglichen Zusatzstoffe, die problemlos bei der Ziegelherstellung eingesetzt werden können, erstellt. Dabei wurden alle Auswirkungen auf die Produkteigenschaften ebenso wie auf den Produktionsprozess berücksichtigt und insbesondere nur solche Stoffe ausgewählt, die unter ökologischen und baubiologischen Gesichtspunkten völlig unbedenklich sind.
- 1. Österreichischer Mauerwerksfachtag 1995 Tagungsband mit vier Fachbeiträgen:
- Wärmeschutz im Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit – Dr. Manfred Bruck, Wien
- Die Österreichisch-technische Zulassung von Baustoffen im Vergleich mit früheren Bundesländer-Zulassungen – Dipl.-Ing. Harald Mayr, BTI Linz
- Die Zukunft des Mauerwerksbaues aus der Sicht der europäischen Normung – O.Univ. Prof. Dr. Alfred Pauser und Dipl.-Ing. Robert Schmiedmayer, TU Wien
- Vermeiden von schädlichen Rissen in Putz auf Leichtziegelmauerwerk, Dr.-Ing. Peter Schubert, RWTH Aachen
- Bonus auf die Druckfestigkeit von Ziegel bei geringem Variations-koeffizienten im Rahmen der Österreichischen Technischen Zulassung für Ziegelmauerwerk Gutachten von Univ. Prof. Dr. Alfred Pauser, Institut für Hochbau und Industriebau an der Technischen Universität Wien, Dezember 1994
Als Vorarbeit für die Erarbeitung der Österreichischen Technischen Zulassung Ziegel wurde von Hrn. Prof. Pauser der Nachweis geführt, dass bei einem Variationskoeffizienten der Druckfestigkeit =5 die Steindruckfestigkeit mit einem Faktor 1,2 multipliziert werden kann.
- Messungen des baupraktischen Feuchtegehaltes von Außenwänden Dr. Judith Lang, TGM, Wien, 1980
Im Auftrag des OÖ-Sbg. ZV wurden im Jahr 1980 an mehreren Gebäuden Proben von Ziegelmauerwerk entnommen, um den baupraktischen Feuchtegehalt nach mehrjähriger Nutzung zu bestimmen. Der Mittelwert aus 11 Proben lag bei 0,7 Vol.-%, der 90% Fraktilwert bei 1,4 Vol.-%. Damit wurden auch frühere analoge Untersuchungen voll bestätigt und das Ergebnis wurde in die einschlägigen österreichischen Normen übernommen.
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