Verankerung

Verankerung
Die äußere Schale muss zur Gewährleistung der Standsicherheit mit der Tragkonstruktion verbunden werden. Da ein starrer Verbund zwischen den beiden Mauerschalen aus Gründen der Wärmedämmung (Wärmebrücken) und der Bewegungsfreiheit der Außenschale in Wandebene (Temperaturdehnung) aber grundsätzlich unerwünscht ist, darf die Verankerung nur durch spezielle und richtig angeordnete Zweischalenanker erfolgen. Alle übrigen Zwängungen, beispielsweise verursacht durch Mörtelbrücken, Sparrendurchführungen oder Fensterrahmen, sind sorgfältig zu vermeiden.

In der Praxis haben sich vor allem Flachanker und Drahtanker bewährt. Die Wahl der Anker und der Einbauart hängen wesentlich mit dem Bauvorgang zusammen. Da die Anker zwischen den beiden Schalen nicht vollkommen vor Korrosionseinflüssen geschützt sind, werden sie ausschließlich in entsprechendem Edelstahl geliefert.


Anordnung der Anker

Die Anzahl und Anordnung der Anker hängt vom Ankertyp ab. Bei Verwendung von Drahtankern gilt folgende Tabelle

  Drahtanker
Anzahl Durchmesser (mm)
1 Allgemein 5 3
2 Wandbereich höher als 12 m über
Gelände oder Abstand der Mauerwerksschalen
zwischen 70 und 120 mm
5 4
3 Abstand der Mauerwerksschalen
zwischen 120 und 150 mm
7
oder
5
4
 
5

Zusätzlich wird empfohlen, im Fugen- und Randbereich 3 Anker/lfm einzulegen.

Bei Verwendung von Flachstahlankern kann als Richtwert von 1 Anker pro m2 ausgegangen werden.

Eine spezielle Ausführungsvariante stellen Hintermauerziegel mit außenseitig angeordneten vertikalen Schlitzen dar, in die die Maueranker eingehängt werden können.


Arten der Verankerung

A) Anker beidseitig im Mörtelbett
  • Lagerfugen innen und außen in gleicher Höhe
  • Anker werden jeweils beim Aufmauern ins Mörtelbett gelegt
B) Anker in der Innenschale mit Dübel
  • nachträgliches Bohren und Versetzen der Dübel
  • bei ungleich hohen Lagerfugen
C) T-Anker im Schlitzziegel der Innenschale
  • nachträgliches Einlegen der Anker
  • Anker vertikal verschiebbar je nach Lagerfuge der Außenschale

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