Risseursachen

Risseursachen
Sowohl tragendes als auch nichttragendes Mauerwerk kann Rißschäden aus Zwängungsspannungen aufweisen. Gemäß untenstehenden Abbildungen treten erfahrungsgemäß Zwängungen z.B. aus der Durchbiegung von Decken und ähnlichen Verformungen der Aufstandsfläche, aus behinderten Längenänderungen infolge Temperatur und Schwinden, aus Kerbspannungen und unter konzentrierten Lasten auf. Derartige Zwängungen können Zugspannungen im Mauerwerk hervorrufen und wenn diese die Mauerwerkszugfestigkeit erreichen bzw. überschreiten, entstehen Risse. Durch eine konstruktive Bewehrung kann die Sicherheit gegen das Auftreten schädlicher Risse deutlich erhöht werden, in dem die auftretenden Verformungen auf mehrere Risse mit unschädlich kleinen Rißbreiten verteilt werden.

Typische Rißschäden und Bewehrung des Mauerwerks als Gegenmaßnahme.

Rißursachen:

  1. Deckendurchbiegung: Riß (1) aus Feldmoment; Riß (2) aus Abreißen und dem Druckbogen; Riß (3) aus Schub; Riß (4) aus Stützmoment.
  2. Schwinden des Mauerwerks oder Temperaturänderung.
  3. Kerbspannungen an Ecken von Öffnungen.
  4. Spaltzugkräfte aus konzentrierten Lasten.
  5. Kerbspannungen aus Höhensprüngen in der Oberkante des Mauerwerks.

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