statisch in Rechnung gestellte Bewehrung

Allgemeine Regeln
Die besondere Struktur von Mauerwerk, nämlich durchgehende horizontale Lagerfugen und versetzte vertikale Stoßfugen, schränkt die Möglichkeiten der Bewehrungsführung stark ein. Mauerwerk aus üblichen Ziegeln kann praktisch nur Bewehrungsstäbe in den Lagerfugen aufnehmen.


Horizontale Bewehrung in den Lagerfugen
Wird eine horizontale Bewehrung in den Lagerfugen angeordnet, so sind folgende Punkte zu beachten:

Gitterbewehrung
Stabstahl
Lochanteil der Ziegel 35% 2)
Kein Stegversatz der Lochung
Fugendicke etwa 2-facher
Stabdurchmesser, maximal 20 mm
Stabdurchmesser: Ø 8 mm
Mörteldeckung zum Stein: allseitig umhüllt
Mörteldeckung zur Wandoberfläche 30 mm

 

Die Stoßfugen sind voll zu vermörteln, um die Übertragung horizontaler Druckkraftkomponenten sicherzustellen. Endhaken sind nicht vorgeschrieben, jedoch sind die erforderlichen Verankerungslängen (102-facher Stabdurchmesser gemäß DIN 1053/Teil 3) nachzuweisen. Die Fugenbewehrung kann entweder aus geripptem Stabstahl oder aus  Bewehrungsgittern bestehen.Bewehrungsgitter haben den Vorteil, dass sie genauer verlegt und in der vorgesehenen Lage gehalten werden können, da die Diagonalstäbe eine Art von Verbügelung darstellen und der Haftverbund durch die geschweißten Knoten besser als bei Stabstahl ist.

2) Gemäß einer Zulassung des Deutschen Institutes für Bautechnik dürfen Ziegel auch mit bis zu 50% Lochanteil verwendet werden, wenn die Stege der Hochlochziegel in Wandlänsrichtung nicht versetzt sind.

statisch in Rechnung gestellte Bewehrung