Dehnungsfugen

Dehnungsfugen

Als Grundprinzip gilt, dass Bewegungsfugen dort angeordnet werden sollen, wo das Mauerwerk reißen würde, wenn keine Fugen vorhanden wären. Folgende Faktoren können bei der Beurteilung von Bedeutung sein:

  • Größe und Geometrie der Wand
  • Lage und Größe der Öffnungen
  • Dicke der Außenschale
  • Auflagerung der Wand
  • unterschiedliche Belastung der Wand (tragend/nichttragend)
  • Intensität der Sonnenbestrahlung
  • Farbton der Fassadenoberfläche
  • Größe des Dachvorsprunges, Vordach
  • klimatische Verhältnisse
  • geographische Orientierung.


Richtwerte für Dehnungsfugenabstände in Außenschalen

Wandaufbau Dehnungsfugenabstand in (m)
Vertikalfugen Horizontalfugen
Zweischalenmauerwerk mit Luftschicht 10 – 12 6 – 12
Kerndämmung 6 – 8 6 – 12

Anm.: Bei stark besonnten Flächen, dunklen Ziegeloberflächen, hochwärmedämmendem Untergrund und/oder bei Verblendschalen mit geringer Masse sind die geringeren Abstände zu wählen.

Die Fugenbreite in Abhängigkeit vom gewählten Dichtungsmaterial muss die errechneten Längenänderungen infolge Temperaturdehnung aufnehmen können. Außerdem müssen die beiden Wandteile durch ein geeignetes, weiches Füllmaterial vollständig voneinander getrennt sein. Je nach Fugensystem hat sich eine Fugenbreite von 10 bis 30 mm bewährt.


Beispiele für Dehnungsfugen
 

Besonders zu berücksichtigen ist die sorgfältige Trennung (Fugen) bei Ecken, Anschlüssen an tragende Teile, Fenstern und Türen sowie bei Anschlüssen an andere Materialien.

Dehnungsfugen