Rostausbildung

Rostausbildung

Mindestbreite der Roste gemäß ÖNorm B 3350 bei gemauerten Wänden.

Roste
Alle tragenden und aussteifenden Wände sind derart zu verschließen, dass die aus Lastverteilungen oder Verformungsunterschieden entstehenden horizontalen Zugkräfte in Höhe der Decken aufgenommen werden können.

Roste bei Außenwänden, siehe auch: Konstruktive Anforderungen - Roste Die maximale Breite des Rostes von 30 cm wird mit der Verhinderung einer ungewollten Einspannung der Decke im Mauerwerk begründet, die zu einer erhöhten Momentbeanspruchung der Wand führen würde.

Roste bei tragenden und aussteifenden Innenwänden:
Bei tragenden Innenwänden und aussteifenden Innenwänden (Mindestdicke 12 cm mit einer flächenbezogenen Masse von mindestens 200 kg/m2), gleich welcher Ausführung, ist der Rost auf die volle Dicke der tragenden Wandteile auszubilden.

Ausbildung der Roste:

  • Für Roste ist mindestens Beton der Festigkeitsklasse C 16/20 mit einer Längsbewehrung aus BSt 550 mit einem Gesamtquerschnitt von mindestens 2 cm2 (bzw. gleichwertig) zu wählen (z.B. 4 Ø 8 mm). Bei Rosten von Ziegel–Plattendecken wird darüber hinaus ein Beton mit einer Konsistenz von F45 oder weicher gefordert.
  • In den Rost einbindende Decken sind nach den einschlägigen ÖNORMEN bzw. Zulassungen mittels Bewehrung zu verankern.
  • Bei Holzdecken ist der Rost in Form eines Ringbalkens unterhalb des Deckenauflagers auszubilden, der außer Zugkräften auch Biegemomente infolge rechtwinkelig zur Wand wirkender Kräfte aufnehmen kann.

Beispiele für Rostausführungen

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