Arten von Zweischalenmauerwerk

Arten von Zweischalenmauerwerk
Zweischalige Wände können grundsätzlich mit oder ohne Hinterlüftung ausgeführt werden. Obwohl sich die Fachleute bezüglich der Vorteile bzw. der Notwendigkeit der Hinterlüftung nicht einig sind, kann doch als Faustregel gesagt werden, dass die Hinterlüftung ein höheres Maß an Sicherheit gegenüber der Gefahr einer Durchfeuchtung der Dämmschichte bietet. Insbesondere bei Ausführung der Außenschale als Sichtmauerwerk sowie bei Verwendung feuchteempfindlicher Dämmstoffe (Glaswolle oder Steinwolle) ist daher der Ausführungsvariante mit Hinterlüftung der Vorzug zu geben.

1) ohne Hinterlüftung 2) mit Hinterlüftung
  Vorsatzschale im Abstand von der Wärmedämmung aufmauern
Vertikalschnitt:  
Horizontalschnitt:  

 

Bei hinterlüfteten Fassaden wird die von innen durch die Wand diffundierende Feuchtigkeit vom Luftstrom hinter der Außenschale abgeführt, während evtl. eindringende Niederschlagswässer an der Innenseite der Außenschale abrinnen können.

Als hinterlüftet gilt eine Vorsatzschale, wenn der ständig freibleibende Hinterlüftungsspalt zwischen massiver Innenschale bzw. Dämmschicht und Verkleidung mindestens 2 cm beträgt, und die freibleibenden Zu- und Abluftquerschnitte jeweils mindestens 150 cm2 je Laufmeter Vorsatzschale betragen. Die Hinterlüftung muss auch im Parapett- und Sturzbereich sichergestellt sein. Soferne horizontale Querriegel im Hinterlüftungsspalt erforderlich sind, ist der Zu- und Abluftquerschnitt unterhalb und oberhalb des Querriegels sicherzustellen.

Die Zuluftöffnungen müssen so ausgebildet sein, dass eine einwandfreie Abfuhr von eindringendem Niederschlagswasser gesichert ist.

Das zweite Unterscheidungskriterium ist die Ausführung der Außenschale. Diese kann entweder – unter Verwendung von Sichtziegeln oder Klinkern – als Sichtmauerwerk ausgeführt werden oder aber mit einem mineralischen Putz versehen werden.

Arten von Zweischalenmauerwerk