Umweltschutz durch Bauen mit Ziegel

Nutzungsphase
Aus ökologischer Sicht ist insbesondere der Wärmeschutz von Außenmauerwerk von großem Interesse, da durch einen optimalen Wärmeschutz (d.h. niedriger U-Wert + hohe Wärmespeicherfähigkeit) der Heizenergiebedarf minimiert wird und damit auch der Verbrauch wertvoller Energieressourcen, sowie die Emission von Schadstoffen, wie z.B. CO2. Der Wärmeschutz von Ziegelmauerwerk wurde in den letzten Jahren und Jahrzehnten ständig verbessert. Monolithische Ziegel-Wände (ohne Zusatzdämmung, siehe: Außenwand einschalig) erreichen heutzutage U-Werte deutlich unter 0,20 W/m2K und erreichen damit die Klasse der Niedrigstenergiehäuser. Ziegel-Zweischalenmauerwerk oder Ziegel-Wandsysteme mit WDVS können, je nach Wärmedämmung, beliebig niedrige U-Werte erreichen.

Zusätzlich zum Wärmeschutz spielt die Sommertauglichkeit (vgl. ÖNORM B 8110-3) eine immer wichtigere Rolle. Der massive Ziegel bietet hier wesentliche Vorteile.

Ein besonderer Vorteil des Ziegels gegenüber anderen Wandbaustoffen liegt in seinem günstigen Austrocknungsverhalten. Forschungsergebnisse zeigen, dass Ziegelmauerwerk den geringsten baupraktischen Feuchtigkeitsgehalt aufweist und diesen noch dazu am raschesten erreicht, d.h., dass die Austrocknung rascher als bei anderen Baustoffen vor sich geht. Das bedeutet, dass Ziegelmauerwerk längstens ein Jahr nach der Errichtung den deklarierten U-Wert aufweist, während andere Bauweisen ihren deklarierten U-Wert erst viel später erreichen. In dieser Zeit wird aber mehr Heizenergie verbraucht, da Baustoffe um so schlechter dämmen, je feuchter sie sind.

Umweltschutz durch Bauen mit Ziegel