Wandarten

Wände
sind scheibenartige ein- oder zweischalige Bauteile aus Mauerwerk und … sofern die Bauteile den Anforderungen der ÖNORM B 3350:2006 Abschnitt 5 entsprechen (siehe auch Unterkapitel Baustoffe).


Wandarten
Die Norm unterscheidet folgende Wandarten:

  • Tragende Wände
    Wände, die überwiegend als Scheibe beansprucht werden und alle auf sie einwirkenden Lasten und Kräfte wie Eigenlast, Decken- und Dachlasten, Nutzlasten, Wind- und Erdbebenkräfte aufnehmen und direkt oder indirekt in den Boden abtragen können
    Tragende Wände dienen auch zur Bauwerksaussteifung.
     
  • Aussteifende Wände mit geringem Anteil an Deckenlasten
    Wände, die der Aussteifung des Gesamtbauwerkes im Hinblick auf horizontale Einwirkungen - vorwiegend Wind, gegebenenfalls auch Erd- und Wasserdruck - oder der Knickaussteifung dienen; sie haben im Wesentlichen nur ihre Eigenlast abzutragen bzw. jene Lasten, die aus eventuell darüber liegenden aussteifenden Wänden und gegebenenfalls einem geringen Anteil an Deckenlasten abgeleitet werden müssen.
     
  • Nichttragende Wände
    Wände, die nicht zur Aufnahme von Lasten herangezogen werden und deren Entfernen die Sicherheit nicht entscheidend beeinflusst.
     
  • Pfeiler oder Stützen
    Bauteile, die nur zur Abtragung von Normalkräften dienen.

  • Stürze
    Balken zur Aufnahme von Lasten über einer Öffnung einer Mauerwerkswand, sie können sein:
    - vollständig vorgefertigte Stürze (z.B. Überlagen oder Stahlträger)
    - vorgefertigte, bauseits zu ergänzende Stürze (z.B. Flachstürze mit einer Übermauerung zur Schaffung einer Gewölbewirkung),
    - vollständig auf der Baustelle herzustellende Stürze

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