Schlitze und Durchbrüche

Die Ausbildung von horizontalen und vertikalen Leitungsschlitzen erfolgt in der Regel durch nachträgliches Stemmen oder Fräsen der Schlitze aus dem Ziegelmauerwerk. Die Abmessungen sowie die Lage derartiger Schlitze unterliegen einer Reihe von Einschränkungen, die sich aus statischer, wärmeschutztechnischer bzw. schalltechnischer Hinsicht ergeben. Die diesbezüglichen Anforderungen sind in den einschlägigen ÖNormen – insbesondere den ÖNormen B 2206, B 3350 und B 8115 – festgelegt.

Aussparungen, wie beispielsweise für vertikale Abfallstränge, Nischen für Schaltkästen, Durchbrüche etc. werden im Regelfall gemauert. Grundsätzlich ist auch hier zu beachten, dass dabei sowohl die statischen wie auch die bauphysikalischen Eigenschaften des Ziegelmauerwerks nicht beeinträchtigt werden.

Prinzipiell ist es möglich, Schlitze oder Nischen durch Kombination von Ziegeln unterschiedlicher Dicke herzustellen. Dies hat den Vorteil, dass nachträgliches Bearbeiten des Mauerwerks durch Meißel oder Fräsmaschine vermieden wird.   Da jedoch die Lage von Installationsschlitzen in der Planungsphase meist noch nicht bekannt ist, hat sich dieses System bei uns bislang nicht durchgesetzt.

Von einigen Ziegelherstellern werden auch spezielle „Installationsziegel“ angeboten, bei denen Kanäle für das Verlegen von Leitungen bereits im Lochbild vorgesehen sind.

Schlitze und Durchbrüche