Trittschallschutz

Trittschallschutz (Punkt 7 der ÖNORM B 8115, Teil 4)
Der Trittschallschutz ergibt sich durch das Zusammenwirken der Rohdecke und des Fußbodens (z. B. schwimmender Estrich).

Nachzuweisen ist gemäß ÖNORM B 8115, Teil 2, dass ein höchstzulässiger bewerteter Standard-Trittschallpegel L’nT,w nicht überschritten wird.

Dieser bewertete Standard-Trittschallpegel L’nT,w von Massivdecken ergibt sich aus

L’nT,w =Ln,eq,w - delta10.gif (855 bytes)Lw+ K - 10 lgV + 14,9 (in db)

L’nT,w =Ln,w + K - 10 lgV + 14,9 (in db)

Ln,w =Ln,eq,w  - delta10.gif (855 bytes)Lw

Hierin bedeutet:

Ln,eq,w äquivalenter bewerteter Norm-Trittschallpegel der Rohdecke in dB
delta10.gif (855 bytes)Lw bewertete Trittschallminderung durch die Deckenauflage in dB
V Rauminhalt des Empfangsraumes in m³
K Korrektur für die Trittschallübertragung über die massiven flankierenden Bauteile in dB

In der nachfolgenden Tabelle sind die Werte der Korrektur für die Flankenübertragung K in Abhängigkeit von der flächenbezogenen Masse der Decke und der flächenanteilig gemittelten flächenbezogenen Masse der flankierenden Bauteile, die nicht mit wirksamen Vorsatzschalen abgedeckt sind oder aus biegeweichen Schalen bestehen, angegeben.

Korrektur K für die Trittschallübertragung in den flankierenden Bauteilen gemäß EN 12354-2

Flächenbezogene Masse des trennenden Bauteils (Decke) in kg/m² Mittlere flächenbezogene Masse der homogenen flankierenden Bauteile, die nicht mit Vorsatzkonstruktionen belegt sind, in kg/m²
100 150 200 250 300 350 400 450 500
100 1 0 0 0 0 0 0 0 0
150 1 1 0 0 0 0 0 0 0
200 2 1 1 0 0 0 0 0 0
250 2 1 1 1 0 0 0 0 0
300 3 2 1 1 1 0 0 0 0
350 3 2 1 1 1 1 0 0 0
400 4 2 2 1 1 1 1 0 0
450 4 3 2 2 1 1 1 1 1
500 4 3 2 2 1 1 1 1 1
600 5 4 3 2 2 1 1 1 1
700 5 4 3 3 2 2 1 1 1
800 6 4 4 3 2 2 2 1 1
900 6 5 4 3 3 2 2 2 2

Bei Anordnung eines Bodenbelages auf einem schwimmenden Estrich dürfen die Werte für die bewertete Trittschallminderung nicht addiert werden. Die frequenzabhängige Trittschallminderung jedoch kann addiert werden. Die damit errechnete bewertete Trittschallminderung Lw für einen schwimmenden Estrich mit L1,w mit einem weichfedernden Gehbelag mit L2,w ist in nachstehender Tabelle angegeben. Wie daraus ersichtlich ist die durch einen weichfedernden Gehbelag auf einem schwimmenden Estrich erzielbare Erhöhung der bewerteten Trittschallminderung und damit Verbesserung des Trittschallschutzes gering.

Richtwerte für die resultierende bewertete Trittschallminderung Lw, wenn auf einen schwimmenden Estrich oder auf einen Holzfußboden mit einer bewerteten Trittschallminderung L1,w ein weichfedernder Gehbelag mit einer bewerteten Trittschallminderung L2,w aufgebracht wird

 

L1,w in dB L2,w in dB Lw in dB
15 14 15
15 16
20 18 20
19 21
20 22
23 19 23
21 25
23 27
25 17 25
19 26
21 27
23 29
25 31
27 23 32
25 34
27 36
> 27 > 27 grgl10.gif (58 bytes)37

 

Richtwerte für den äquivalenten bewerteten Norm-Trittschallpegel Ln,eq,w in dB von Massivdecken ohne und mit biegeweicher Unterdecke (Rechenwerte)

Flächenbezogene Masse m´ 1) der Massivdecke ohne Fußboden in kg/m² Äquivalenter bewerteter Norm-Trittschallpegel Ln,eq,w in dB
Massivdecke ohne Unterdecke Massivdecke mit Unterdecke
200 83 74
250 80 73
300 77 72
350 75 71
400 73 70
450 71 69
500 70 68
550 68 67
600 67 66
1) flächenbezogene Masse m´einschließlich einer etwaigen Beschüttung, eines etwaigen Aufbetons, Verbundestrichs und eines unmittelar aufgebrachten Verputzes

 

Für schwimmende Estriche kann die bewertete Trittschallminderung aus untenstehendem Bild abgelesen werden:

Bewertete Trittschallminderung
Lw von schwimmendem Estrich (Bindemittel Zement oder Calciumsulfat)

Trittschallschutz