Ausführung - Witterungseinfluß

Die allgemein gültigen Regeln für die Bauausführung gelten nicht für alle Witterungsverhältnisse und sind insbesondere im Winter nur bedingt anwendbar.

Warmes Wetter
Warme Witterung, windiges Wetter (auch bei Föhn im Winter!) direkte Sonneneinstrahlung, usw. haben starken Einfluß auf die Art der Ausführung von Putzarbeiten.

Vornässen, Feuchthalten, Abdecken, Einhausungen usw. können erforderlich werden.

Im Außenbereich verringert das Anbringen eines Gerüstschutznetzes die witterungsbedingten schädlichen Einflüsse und verbessert damit die Qualität des fertigen Putzes ganz wesentlich.

Kaltes Wetter
Zum Zeitpunkt der Verarbeitung stellt der Naßmörtel ein wäßriges System dar, das durch Frosteinwirkung zerstört werden kann. Frostschäden entstehen durch Volumsvergrößerung des gefrierenden Wassers. Der Schaden tritt in Form von blättriger Struktur und ungenügender Festigkeit der Putzlage in Erscheinung.

Die chemischen Reaktionen, die zur Erhärtung des Mörtels führen, kommen schon bei + 5 Grad (Objekttemperatur) praktisch zum Erliegen (Verminderung von Festigkeit, Putzhaftung, u.a.m.)

Putzarbeiten dürfen ohne besondere Schutzvorkehrungen nur dann durchgeführt werden, wenn die Luft-, Stoff- und Putztemperaturen über +5 Grad betragen.

Frostfreiheit muss bis zum Austrocknen des aufgebrachten Putzes sichergestellt sein.

Es ist zu beachten, dass bei bestimmten Putzen unter Umständen höhere Mindesttemperaturen erforderlich sein können. Bei jeder Putzart Herstellerangaben beachten!

In der kalten Jahreszeit ist beim Putzen von außenseitig (noch) nicht wärmegedämmten Flächen (z.B. Betondecken, Pfeiler) darauf zu achten, dass kein zu rasches Absinken der Bauwerkstemperatur erfolgt (Gefahr des Auffrierens des frischen Putzes!).


siehe auch:

Witterungseinfluß