Ausführung / Oberflächenbearbeitung

Ebnen einer Putzfläche

Abziehen: Die Putzlage wird unter Beachtung der Lot-, Waag- und Fluchtrechtheit eingeebnet. Abziehspuren, allfällige Putzleisten u.ä. (z.B. Nester) bleiben sichtbar.

Zustoßen: Die Oberfläche der abgezogenen Putzlage wird grob verrieben.

Schneiden: Die Putzlage wird mit rauher Oberfläche hergestellt. Ungleichmäßigkeit der Rauhigkeit und kleine Löcher bleiben sichtbar, die Oberfläche darf jedoch nicht aufgerissen sein.


Gestaltung einer Putzfläche

Verreiben: Die Oberfläche wird entsprechend der Körnung des Putzmörtels verrieben. Bei Kalk-, Kalk-Zement und Zement-Putzen wird in der Regel nach Aufbringen einer zusätzlichen dünnen Putzmörtelschicht (entsprechend dem Größtkorn des Putzmörtels) die Oberfläche verrieben und so fertiggestellt. Nester dürfen nicht sichtbar bleiben.

Einlagige Putze auf glatten Betonflächen neigen zur Bläschenbildung und sind nur mit erhöhtem Aufwand herstellbar!

Glätten: Besonders dafür hergestellte gipshaltige Putze werden geschnitten, aufgeschlämmt (gefilzt) und danach geglättet, bis eine glatte geschlossen wirkende Oberfläche erreicht wird. Glättputze können weder porenfrei, noch absolut planeben und glatt (z.B. im Streiflicht) hergestellt werden.

Fast "streiflichtsichere" Flächen können ausschließlich durch einen sogenannten "Feinzug", das ist wiederholtes Schleifen und Spachteln (z.B. durch Maler, Stukkateur) hergestellt werden.

Kalk- und Kalk-Zement-Putze werden nicht gefilzt und geglättet.

Kratzen: Der aufgetragene und zugestoßene Putz wird zeitgerecht, nach Erhärtungsbeginn, mit einem Nagelbrett (Sägeblatt, Ziehklinge) oberflächlich aufgekratzt, wobei die Oberflächenhaut vollständig entfernt und die Mörtelstruktur freigelegt wird.

Herstellen eines Untergrundes für keramische Beläge (Verfliesungen):

Ist der Innenputz für keramische Wandbeläge im Dünnbett bestimmt, so ist dieser zuzustoßen bzw. – bei maschinellem Putzauftrag – zu schneiden (Anforderung an die Ebenheit der Putzfläche beachten).

Gipshaltige Putze dürfen nicht gefilzt und geglättet werden, wenn sie als Untergrund für keramische Beläge verwendet werden.

Oberflächenbearbeitung