Ökologie und Umweltschutz

Bis vor kurzem wurden Produkte einzig auf Grund ihrer materialtechnischen, ästhetischen und wirtschaftlichen Aspekte beurteilt. Seitdem der "Club of Rome" und die Ölkrisen der 70er Jahre die Erschöpfbarkeit der fossilen Energieressourcen aufgezeigt und viele Umweltschäden die Bevölkerung aufgeschreckt und sensibilisiert haben, muss auch die Umweltverträglichkeit zunehmend in die Beurteilung einbezogen werden. Während die technischen Materialeigenschaften nach einheitlich festgelegten Prüfverfahren ermittelt und überprüft werden können, genügen die verfügbaren Unterlagen zur Qualifizierung der ökologischen Qualität von Baustoffen und Baumethoden nicht. Da einheitliche Vorgangsweisen fehlen, können entsprechende Produktkennzeichnungen – sofern überhaupt vorhanden – vom Verbraucher weder bewertet noch im Vergleich zu Alternativprodukten beurteilt werden.

Ziel ist es zweifellos zu einer einheitlichen Betrachtungsweise der ökologischen Qualität von Baustoffen zu gelangen. Als Mittel hierzu soll die sogenannte "Ökobilanz" dienen. Diese soll alle über den gesamten Lebenszyklus des Produktes auftretenden Auswirkungen auf Mensch und Umwelt (Luft, Boden, Wasser) sowie den Verbrauch an Ressourcen qualitativ und nach Möglichkeit quantitativ erfassen. Die folgenden Abschnitte im Produktlebenszyklus sind hierbei zu berücksichtigen:

Ökobilanzbaum

Die aus der Sicht des Umweltschutzes wichtigsten Abschnitte sind die Rohstoffgewinnung, die Produktion und die Nutzungsphase des Bauwerkes.

 

 

Ökologie