austrian brick and roof award 13/14

18.10.2013

austrian brick and roof award 13/14

Wien, 16. Oktober 2013 – Zwei Bauprojekte aus Vorarlberg sowie je eines aus Osttirol und Wien eroberten die insgesamt vier Kategoriepreise des austrian brick and roof award 13/14. Der vom Verband Österreichischer Ziegelwerke (VÖZ) in Kooperation mit Tondach Gleinstätten und Wienerberger Österreich vergebene Award für herausragende Projekte moderner Ziegelarchitektur in Österreich wurde am Mittwoch-Abend im Rahmen des Wienerberger Baufachtages im Wiener Odeon Theater verliehen.

Seit 2007 richtet der Verband Österreichischer Ziegelwerke (VÖZ) den austrian brick and roof award (ABARA) im Zweijahresrhythmus aus. Insgesamt 67 Kategorie-Einreichungen, aus denen die Expertenjury heuer zu wählen hatte, bedeuteten neuen Teilnahmerekord. Die vier Siegerprojekte überzeugten auch das Fachpublikum aus der Architektur- und Medienszene, das zur vierten Auflage der ABARA-Verleihung nach Wien gekommen war.

Drei Bundesländer jubeln

Am lautesten durften die am weitesten angereisten Preisträger jubeln. Gleich zwei Trophäen – jene in den Kategorien „Wohnbau kleinvolumig“ sowie „Fassadengestaltung mit Ziegel und Klinker“ gingen ins Ländle, nach Vorarlberg. Diese Kategorie wurde heuer erstmals als eigene Wettbewerbssparte ausgeschrieben. Der Kategoriesieger „Wohn-/Nichtwohnbau großvolumig“ kommt aus Osttirol und der Award für die Kategorie „Steildach mit Tondachziegel“ geht in die Bundeshauptstadt Wien.

In der Gesamtbetrachtung der beim austrian brick and roof award 13/14 eingereichten Projekte prägt das optimale Zusammenspiel von Behaglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz das zeitgemäße Erscheinungsbild von Architektur. VÖZ-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Norbert Prommer: „Exakt für dieses Anforderungsprofil kann der Baustoff Ziegel seine Allroundqualitäten ausspielen. Er steht für verantwortungsvolles Denken in wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zusammenhängen – diese gelten als die drei wesentlichsten Dimensionen der Nachhaltigkeit beim Bauen.“

Seit tausenden von Jahren schätzen Menschen Ziegelhäuser als behagliche Wohnklimazonen. Wie gut das den Bautrend des 21. Jahrhunderts trifft, lässt sich an den aktuellen Entwicklungen am Markt ablesen. Immer mehr Architekten schätzen die Ziegelbauweise aufgrund der großen Flexibilität des Baustoffes. „Ziegel eignen sich hervorragend zur Errichtung von Niedrigenergie- oder Passivhäusern, aber auch von anderen, den CO2-Ausstoß minimierenden, Konzepten, zum Beispiel dem klimaschonenden Sonnenhaus“, sagt Prommer.

Ziegel: Bauen mit ökologischer Verantwortung

Diese Form der Wahlfreiheit komme auch bei den Bauherren gut an, die vermehrt ökologisch denken. Der Naturbaustoff Ziegel weise schon bei der Herstellung eine günstige Ökobilanz und während der langen Nutzungsphase geringe Instandhaltungs- und Wartungskosten auf, erklärt Dipl.-Ing. Gerhard Koch, der gemeinsam mit Norbert Prommer der Interessenvertretung der heimischen Ziegelhersteller im VÖZ vorsteht. Koch: „In der Lebenszyklusbetrachtung ist der Ziegel nicht zu schlagen. Selbst in der Entsorgungsphase profitiert er durch seine volle Recyclingfähigkeit aufgrund der ausgewiesenen Natürlichkeit des Baustoffes. Ziegel für Boden, Wand, Decke und Dach werden aus den vier Elementen Erde, Wasser, Luft und Feuer gewonnen. Die heimischen Tone und Lehme sind als Ausgangsbasis für die Produktion praktisch unbegrenzt verfügbar.“

Welche herausragenden Projekte mit dem Ziegel als Baustoff in seinen verschiedenen Funktionen – insbesondere auch für Wand und Dach – architektonisch realisiert werden, untermauerten die Siegerprojekte des aktuellen austrian brick and roof award 13/14 eindrucksvoll. „Seit nunmehr sechs Jahren wollen wir als Verband Österreichischer Ziegelwerke in Kooperation mit Tondach Gleinstätten und Wienerberger Österreich mit der Ausschreibung dieses Wettbewerbs spannender Ziegelarchitektur eine öffentliche Plattform bieten. Mich freut, dass diese Anerkennungsarbeit Früchte trägt und der beispielgebende Einsatz von Ziegel und Klinker im architektonischen Schaffen immer mehr Nachahmer findet. Gegenüber dem letzten Award hat sich die Zahl der eingereichten Ziegelbau-Projekte deutlich erhöht.“

Ready for take off: brick award 14

Gemeinsam mit weiteren sechs Projekten, die mit einer Anerkennung der ABARA-Jury gewürdigt wurden, wird Österreich wieder zehn Einreichungen für den internationalen Architekturpreis „brick award 14“ im kommenden Jahr stellen können. Dieser Architekturwettbewerb wird von der Wienerberger AG alle zwei Jahre ausgeschrieben und zeichnet die besten Ziegelbauprojekte weltweit aus. Die Preisträger des brick award 14 und viele weitere von der internationalen Jury gewählte Top-Projekte werden in einem Buch des renommierten Callwey Verlags publiziert.

austrian brick and roof award 13/14 – Wettbewerb und Jury

Zur bereits vierten Auflage des Wettbewerbs konnten Bauprojekte eingereicht werden, die sich mit dem Potenzial des Ziegels in seinen vielfältigen Eigenschaften und Funktionen auseinandersetzen. Darunter sind sowohl moderne Neubauten und interessante Zubauten, als auch wertvolle Sanierungsprojekte sowie Dachlösungen aus Ziegel. Einreichen können Bauherren/Bauträger, Architekten/Planer und Baumeister/Bauausführende in den vier Kategorien. Die Projekte mussten in den Jahren 2009 bis 2013 fertiggestellt worden sein.

Mitglieder der ExpertInnen-Jury waren (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Hans Gangoly (Architekt, Universitätsprofessor)
  • Gerhard Koch (Verband Österreichischer Ziegelwerke)
  • Christian Kühn (Universitätsprofessor)
  • Martin Olbrich (Tondach Gleinstätten)
  • Sabine Pollak (Architektin, Universitätsprofessorin)
  • Christian Weinhapl (Wienerberger Österreich)

 

Nach eingehender Diskussion kürte die Fachjury die Gewinner in den vier vorgesehenen Kategorien:

  • Wohnbau kleinvolumig (Einfamilienhaus, Zweifamilienhaus)

Haus in Dornbirn/Haselstauden/Arch. DI Bernhard Berger

 

 

  • Wohn-/Nichtwohnbau großvolumig (Reihenhaus, Mehrfamilienhaus, Bürobau, Schule, Kindergarten, Studentenheim, Krankenhaus, Industriebau, Kirche, etc.)

Familiendorf Nußdorf-Debant/Arge FUCHSUNDPEER (Renate Benedikter-Fuchs, Karlheinz Peer) und Arch. DI Mario Ramoni

 

 

  • Steildach mit Tondachziegel (Wohnbau und Nicht-Wohnbau)

Wohnbau Penzinger Straße/Architektur Steinbacher Thierrichter ZT GmbH, Stefan Steinbacher, Roland Thierrichter

 

  • Fassadengestaltung mit Ziegel und Klinker (Wohnbau und Nicht-Wohnbau)

Wohnanlage Villenviertel Dornbirn/Arch. DI Christian Lenz

 

 

 

 Die Entscheidung der Jury fußte insbesondere auf den Kriterien

  • Innovative architektonische Gestaltung
  • Maßgebliche Ausführung des Projekts in Ziegel oder Klinker
  • Handwerklicher Umgang mit dem Material Ziegel und Klinker
  • Gestaltung unter der Maxime technischer und ästhetischer Optimierung

 

Darüber hinaus wurde den Fragen: „Wie hat sich dieses eingereichte Projekt mit dem Potenzial des Ziegels sowie von Klinker in all seinen Möglichkeiten (Wand, Dach, Decke, Fassade, etc.) auseinandergesetzt?“ und „Wie wirkt sich das Material Ziegel in ökonomischer, ökologischer, gestalterischer Art auf das realisierte Gebäude und sein Umfeld aus?“ großes Augenmerk geschenkt.

Neben den vier Projekten, die einen Kategorie-Award erhielten, wurden weitere sechs Projekte mit einer Anerkennung prämiert: Die Niederösterreich-Projekte  „Wohnhausanlage Auersthal“ sowie „Niedrigstenergie-Wohnhausanlage Wiener Neustadt“. Ebenfalls prämiert wurde das Gewerbe-Projekt „Campus Dornbirn II“ aus Vorarlberg, das „Pflegewohnhaus Simmering“ aus Wien sowie das Einfamilienhaus „Haus mabi&mibi“ aus Wien und das „Büro- und Wohngebäude Palzer“ aus Neumarkt im Mühlkreis in Oberösterreich.

Die Projekte mit Anerkennung:

 

  • Anerkennung Wohn-/Nichtwohnbau großvolumig

Wohnhausanlage Auersthal/g.o.y.a. ZT GmbH, Christoph Janauschek, Roman Drbusek, Paul JE Preiss

 

 

  • Anerkennung Wohn-/Nichtwohnbau großvolumig

Niedrigstenergie-Wohnhausanlage Wiener Neustadt/RUNSER / PRANTL architekten, Alexander Runser, Christa Prantl

 

 

  • Anerkennung Fassadengestaltung mit Ziegel und Klinker

Campus Dornbirn II/Aicher Architekten, Gerhard Aicher, Karin Aicher

 


  • Anerkennung Fassadengestaltung mit Ziegel und Klinker

Pflegewohnhaus Simmering/josef weichenberger architects + partner

 

 

  • Anerkennung Wohnbau kleinvolumig

Haus mabi&mibi/Klaus Leitner Architektur

 

  

  • Anerkennung Wohnbau kleinvolumig

Büro-/Wohngebäude Palzer/Schneider & Lengauer Architekten, Peter Schneider, Erich Lengauer

 

 

 

Prämierungen

Für die Kategoriesieger wurde insgesamt ein Preisgeld in der Höhe von 10.000 Euro – je 2.500 Euro pro Kategorie – vergeben.Überreicht wurde den glücklichen Gewinnern eine Ziegel-Award-Skulptur – entworfen von Stefan Radinger, Student für Industrial Design an der Kunstuniversität Linz, der mit seiner Kreation als Sieger aus dem – vom VÖZ – universitätsintern ausgeschriebenen Wettbewerb 2011 hervorging.

Über den Verband Österreichischer Ziegelwerke

Der Verband Österreichischer Ziegelwerke (VÖZ) ist die bundesweite freiwillige Interessensvertretung der industriellen Ziegelerzeuger. Der Baustoff Ziegel ist einer der ältesten und bewährtesten Baustoffe, verfügt in Summe gesehen über eine einzigartige Kombination bauphysikalischer Eigenschaften und hat einen wesentlichen Beitrag zur europäischen Kulturgeschichte geleistet. Die Ziegelindustrie spielt auch heute eine zentrale Rolle im Baugeschehen Europas, insbesondere im Wohnbau. In Österreich entscheiden sich rund 70 Prozent aller Bauherren für Ziegel.

Über den „austrian brick and roof award”

Der „austrian brick and roof award“ (ABARA) wurde im Jahr 2007 zur Würdigung attraktiver und vielseitiger Ziegelarchitektur in Österreich ins Leben gerufen. Es werden Projekte in vier Wettbewerbskategorien ausgezeichnet, die vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten von Ziegel und Klinker in der zeitgenössischen Architektur beispielhaft und vorbildlich aufzeigen. Der ABARA wird alle zwei Jahre vom Verband Österreichischer Ziegelwerke (VÖZ) in Kooperation mit Tondach Gleinstätten und Wienerberger Österreich vergeben.

Die im Rahmen des Wettbewerbs prämierten Projekte qualifizieren sich für den internationalen Architekturpreis „brick award“. Der „brick award“ wird von der Wienerberger AG ebenso alle zwei Jahre ausgeschrieben und zeichnet die besten Ziegelbauprojekte weltweit aus.

 

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