Berechungsbeispiel

Auswirkungen von Feuchtigkeit auf die Wärmedämmung
Sind Baustoffe feucht, tritt eine starke Wärmeschutzminderung ein, denn Wasser besitzt die 25-fache Wärmeleitfähigkeit von Luft. Durch den besonders niedrigen praktischen Feuchtegehalt sind Ziegel daher nicht nur für die Gesundheit der Bewohner vorteilhaft, sondern auch im Hinblick auf ein sinnvolles Energiesparen, da die optimale Dämmwirkung überdurchschnittlich schnell erreicht wird.

Beispiel:

Gegeben:
Eine Wärmeleitfähigkeit von = 0,265 bei einem Feuchtegehalt von 1,4 Vol.-% (siehe auch Diagramm Veränderung der Wärmeleitfähigkeit). Das entspricht einem Wärmedurchlaßwiderstand D = 1,13 für eine 30cm unverputzte Hochlochziegelmauer bzw. D = 1,43 für eine 38 cm Hochlochziegelmauer, ebenfalls unverputzt.

Gesucht:
Wärmedurchlaßwiderstand bei verändertem Feuchtegehalt (z.B. 0,6 Vol.-%).

Im Diagramm Veränderung der Wärmeleitfähigkeit wird, ausgehend von Punkt b zwischen den beiden benachbarten Geraden die Linie a – c gelegt. Aus der rechten Skala lassen sich sodann die verbesserten bzw. verschlechterten Wärmedurchlaßwiderstände für vorgenannte zwei Wanddicken ablesen.

Diese betragen für 30 cm unverputztes Hohlziegelmauerwerk

D = 1,24 bzw. D = 0,90 m2K/W.

Für 38 cm Hohlziegelmauerwerk

D = 1,57 bzw. D = 1,14 m2K/W.

Aus vorstehendem Beispiel erkennt man den großen Einfluß von Feuchtigkeit auf die Wärmedämmung von Außenwänden.

Es lohnt sich, Ziegelmauerwerk dort zu verwenden, wo Wärmeschutz erforderlich ist. Das ist nicht nur eine wirtschaftliche Frage, sondern auch eine des Wohnklimas, der Behaglichkeit und der Gesundheit.

Auch bei Kelleraußenmauerwerk kommen, unter Beachtung einer einwandfreien Abdichtung gegen Feuchtigkeit, die bekannten Vorzüge von gebranntem Ton vorteilhaft zur Geltung.

 

Berechnungsbeispiele