Konstruktive Anforderungen - Roste

Alle tragenden und aussteifenden Wände sind derart zu verschließen, dass die aus Lastverteilungen oder verformungsunterschieden entstehenden horizontalen Zugkräfte in Höhe der Decken aufgenommen werden können.

Roste bei Außenwänden

Bei gemauerten Wänden hat die Mindestbreite tr des Rostes 15 cm zu betragen. Verbleiben zwischen Rost- und Mauerwerks-Außenkante mehr als 12 cm als freier Überstand, so sind tragende Roststeine mit einer Mindestdicke von tbr vorzusehen. Diese Roststeine müssen annähernd gleiche Festigkeit wie das umgebende Mauerwerk besitzen.
Auf die Vermeidung von Wärmbrücken ist hierbei besonders zu achten

  • Es gelten dabei folgende sicherzustellende Auflagertiefen tbr auf der tragenden Wand:
Mauerwerk mit einer Steindruckfestigkeit
fb ≥ 25 N/mm2 15 N/mm2 ≤ fb ≥ 25 N/mm2 < 15N/mm2
Tbr ≥ 6,5cm Tbr ≥ 8cm Tbr ≥ 10cm

Rostausbildungen bei Außenwänden

Roste bei tragenden und aussteifenden Innenwänden

Allgemein gilt für die Rostausbildung:

  • Betongüte mindestens C 16/20. Bei Rosten von Hohldielen wird darüber hinaus Beton mit einer Konsistenz von F 45 oder weicher gefordert.
  • Längsbewehrung aus BSt 550 mind. 2cm2 Gesamtquerschnitt (bzw. gleichwertig)
  • Verankerung der Decken nach den einschlägigen ÖNORMEN bzw. Zulassungen
  • bei Holzdecken ist der Rost unterhalb der Balken auszubilden

Roste und Verschließungen