Kondensation im Bauteilinneren

Wasserdampf diffundiert durch Bauteile, wenn diese dampfdurchlässig sind. Dieser Vorgang ist erwünscht, solange dabei Kondensation vermieden wird, die zur Durchfeuchtung der Bauteile führt. Die Feuchtebilanz eines Mauerwerks muss positiv sein, d. h., die im Winter durch eventuelle Kondensation entstandene und im Bauwerk aufgenommene Feuchtigkeit muss im Sommer zuverlässig austrocknen. Dies ist beim einschaligen Ziegelmauerwerk der Fall.

Bei mehrschichtigen Bauteilen muss der Dampfdiffusionswiderstandsfaktor der verwendeten Baustoffe beachtet werden (siehe Tabelle Feuchtigkeitstechnische Kenndaten). Dieser gibt an, um wievielmal der Dampfdiffusionswiderstand eines Stoffes größer ist als der einer gleichdicken Luftschicht.

Grundsätzlich soll der Diffusionswiderstand der Bauteilschichten von innen nach außen abnehmen. Im Einzelfall sollte jedoch eine Diffusionsberechnung (z.B. nach Glaser) durchgeführt werden.

Die ÖNORM B 8110-2 gibt für stationäre thermische Zustände Rechenverfahren zur Erfassung der Kondensatmenge im Bauteilinnern an.

Durchfeuchtungen von Außenwänden können zwar durch Anordnung von Dampfsperren an der Innenseite verhindert werden, diese beeinträchtigen jedoch das Raumklima.

Bei Ziegelwänden sind Dampfsperren nur in Sonderfällen (z.B. in Räumen mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit) erforderlich.

Kondensation im Inneren der Bauteile