Niederschlagswasser

Im allgemeinen wird Mauerwerk durch den Außenputz vor Niederschlagswasser geschützt.

Um einen möglichst wasserdichten, rissefreien Putz herstellen zu können, müssen nachstehende Punkte beachtet werden:

  • dreilagige Ausführung
  • von innen nach außen abnehmender Bindemittelgehalt
  • saubere Zuschlagstoffe (frei von abschlämmbaren Bestandteilen)
  • Einhaltung der erforderlichen Standzeiten vor Aufbringung der nächsten Lage

Werksmäßig hergestellte Putze helfen, mögliche Fehler, die bei der Mörtelmischung auf der Baustelle auftreten können, zu vermeiden.

Es ist darauf zu achten, dass die Maurer- und Putzarbeiten an Wänden, die Schlagregen ausgesetzt sind, besonders sorgfältig ausgeführt werden, da Schlagregen wie Druckwasser wirkt.

An solchen Fassaden sollten zusätzlich diffusionsoffene Schutzanstriche (z.B. Mineralfarben) aufgebracht werden.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Hydrophobierung (z.B. Silikonbehandlung), deren Wirkung jedoch zeitlich begrenzt ist.

Bei allen Maßnahmen muss jedoch unbedingt darauf geachtet werden, dass eine ausreichende Diffusionsfähigkeit der Wand gewährleistet ist.

Bei hoher Beanspruchung der Außenwand durch Schlagregen hat sich auch das Zweischalenmauerwerk bestens bewährt. Selbst wenn dabei die äußere Schale nicht dicht ist, kann durchdringendes Wasser bei sorgfältiger Ausführung im Luftraum zwischen äußerer und innerer Wandschale abgeführt werden. Man muss jedoch darauf achten, dass eindringendes Wasser nicht über Anker, Stürze von Türen und Fenstern oder am Sockel zur inneren Wandschale vordringen kann. Konstruktionsteile, die den Luftspalt überbrücken, sind so auszubilden, dass das Wasser gegen die äußere Wandschale abgeleitet wird oder im Hohlraum zwischen den beiden Schalen abtropfen

Niederschlagswasser (z.B. Schlagregen)