Ausführungshinweise

Ausführungsmängel
Bei Schallmessungen in Gebäuden ergeben sich immer wieder unzureichende Schalldämmwerte. Die Ursachen liegen fast immer in Planungs- und Ausführungsfehlern, die nachträglich kaum behebbar sind.

Häufig auftretende Mängel sind nachfolgend beispielhaft angeführt:

  • Mörtellücken in Lager- und Stoßfugen, bzw. in den Mörteltaschen
  • Kamine und Lüftungsschächte in Trennbauteilen (z. B. Wohnungstrennwand)
  • Rohrdurchführungen und Bohrlöcher durch Trennbauteile
  • Schlitze und Nischen in Stiegenhaus- und Wohnungstrennwänden
  • Verkleidungen und Platten mit ungünstiger Steifigkeit, z. B. Hartschaumstoffe zum Zweck der Wärmedämmung
  • starre Befestigung (z. B. vollflächiges Ankleben) biegeweicher Vorsatzschalen
  • mangelhafter Baukörperanschluß bei Fenstern und Türen
  • mangelhafte Trennung von Wänden und Decken zwischen Reihenhäusern
  • Fehler beim schwimmenden Estrich, wie z. B.:
    • ungeeignete Trittschalldämmplatten;
    • zu geringe Dämmstoffdicke durch Einbauten, Rohre etc;
    • der Estrich ist von der Rohdecke oder von den Wänden, Türzargen, Rohrleitungen und dgl. nicht durchgehend getrennt;
    • harte Gehbeläge (Parkett, keramische Fliesen und dgl.) sind starr an Wände, Türzargen, Rohrleitungen und dgl. angeschlossen;
  • Planungsfehler oder nachträgliche Planänderungen, wie z. B. ungünstige Raumanordnung (z. B. Wohn- und Schlafräume grenzen an Aufzüge bzw. an Wände, die Sanitärinstallationen führen)

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